Emily Hoile – Ballade

Mit meiner ersten Solo-CD möchte ich bislang selten auf der Harfe gehörte Werke vorstellen. Es bereitet mir große Freude, Kompositionen für Tasteninstrumente zu bearbeiten und damit das unserem Instrument zur Verfügung stehende Repertoire zu erweitern: J.S. Bachs Toccata in c-Moll und die Sonate K.135 von D. Scarlatti in E-Dur erleben mit dieser CD ihre Premiere auf der Harfe. Die Transkription der Ballade von C. Debussy soll die große Bedeutung, die das Paris der Jahrhundertwende für die Harfenmusik hatte, unterstreichen. Umrahmt werden diese Bearbeitungen von zwei großartigen Originalkompositionen für das Instrument: die überraschend selten gespielte Harfensonate von A. Casella und die durch Gounods Faust inspirierte Fantasie von A. Zabel. Emily Hoile


Joonatan Rautiola, Marko Hilpo – Gravity Groove

Das Saxophon, zumal das Altsaxophon, ist im Stimmengeflecht des Sinfonieorchesters nicht unbedingt ein vielbeschäftigtes Instrument. Es hat aber doch, neben seinen prägenden Bahnen im Jazz, in nicht wenigen Fällen auch auf dem Gebiet der sog. "klassischen Musik" tönende Spuren hinterlassen, die es wert sind, ihnen nachzuhören. Diesen Spuren folgt die CD "Gravity Groove" des finnischen Saxophonisten Joonatan Rautiola, die, neben einem interessanten Arrangement-Abstecher zu Mozarts "Kegelstatt-Trio", impressionistische bzw. neoklassische Preziosen wie Claude Debussys Rhapsodie für Altsaxophon und Paule Maurice' Tableaux de Provence lebendig werden lässt. Mit Charles Wuorinens Divertimento und der titelgebenden Sonate von Tuomas Turriago, "Gravity Groove", stößt Rautiola virtuos und klanglich raffiniert in zeitgenössische Klangsphären vor.


Mathias Johansen, Andreas Hering – Pohàdka

Nicht geschriebene Worte sind es, sondern erzählerische Klangwelten, die den Zuhörer in die fantastische Welt der Komponisten eintauchen lassen. Wie kein anderer hat es Leoš Janáček verstanden, ein Märchen (Pohádka) klangmalerisch zum Leben zu erwecken. Robert Schumann gewährt mit seinen Märchenbildern tiefe Einblicke in sein Seelenleben. Martinus hochdramatische erste Cellosonate und die traumhafte "Waldesruh" von Anton Dvořák runden das Programm ab. Der Cellist Mathias Johansen und der Pianist Andreas Hering entführen auf eine märchenhafte Klangreise.