Ensemble Esperanza – Nordic Suites
ENSEMBLE ESPERANZA was presented with the Special Achievement Award 2017 at the International Classical Music Awards.

Florian Noack – Sergei Lyapunov, Works for Piano Vol. 2
Florian Noack wurde in der Kategorie „Solo Instrument Award 2017“ bei den „International Classical Music Awards“ ausgezeichnet.


Nadège Rochat – CELLO ABBEY - Konzerte von Walton, Boyle und Elgar

Nadège Rochat hat für ihr neues Album mit dem Titel Cello-Abbey Werke für Violoncello und Orchester von zwei englischen Komponisten und einer irischen Komponistin aufgenommen. Unterstützt wurde sie dabei von der Staatskapelle Weimar und der Leitung von Paul Meyer.

Der ausschlaggebende Umstand für die Programmauswahl war mein zwei Jahre währendes Studium an der Royal Academy of Music in London. Es war mir wichtig, einen Titel zu finden anstatt ›englische und irische Werke für Cello und Orchester‹. Letzteres ist nicht nur langweilig, sondern auch politisch umstritten, denn Irland gehörte 1913 noch zum Vereinigten Königreich. Also, was schreibt man? Viele tolle Freude und Musiker haben mich auf der Suche nach einem Titel begleitet. Irgendwann kam Cello-Abbey zur Sprache, was erst einmal gewagt klang, mir aber sehr gefiel. Es soll einen imaginären Raum für diese Musik schaffen. Mit Abbey ist nicht das religiöse Gebäude gemeint, sondern die englischen Herrenhäuser mit Personal, die äußerlich einen perfekten Eindruck erwecken, in denen aber so viel Unerwartetes geschieht. Es ist auch, ich muss es zugeben, ein Augenzwickern an die bekannte BBC Serie ›Downtown Abbey‹, die ich während meiner Zeit in London verfolgt und geliebt habe. Etwas Humor ab und zu schadet nicht, oder?


Elisabeth Plank – L’ arpa notturna

Elisabeth Plank hat mit L’arpa notturna ihr Debütalbum eingespielt, dessen abwechslungsreiches Programm einen repräsentativen Eindruck von den klanglichen Möglichkeiten ihres Instruments vermittelt.

Mit ist es immer wichtig, dem Konzertpublikum die Vielseitigkeit der Harfe zu zeigen, um sie als vollwertiges Soloinstrument zu präsentieren. Daher war es mir ein Bedürfnis, dass auch meine CD ganz unterschiedliche, ganz ungewöhnliche Seiten der Harfe zeigt. Die ausgewählten Werke sollen einerseits mein Instrument, andererseits auch mich als Musikerin charakterisieren. Zum Glück haben sie auch auf den ersten Blick eine Gemeinsamkeit: die Nacht. Daher der Name ›l’arpa notturna‹. Die Werke basieren zum größten Teil auf Textvorlagen, oder erwecken Assoziationen mit der Nacht, wie z.B. Maayani, der Bilder von ›1oo1 Nacht‹ heraufbeschwört. Es sind Werke, die die Vielseitigkeit der Harfe bzw. die Stilvielfalt der Harfenliteratur zeigen sollen. Es sind aber auch Werke, die mir sehr wichtig, oder mir bis zu diesem Moment treue Wegbegleiter sind.


Die wahre Geschichte der Mozartkugeln – Ein winterlicher Reisebericht – Hörbuch für Kinder von 9–99 Jahren

Noch heute streiten sich die Konditoren in Deutschland und Österreich darüber, wer die leckeren Mozartkugeln zuerst hergestellt hat. Alle behaupten, sie hätten den erwachsenen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart persönlich gekannt und zu seinen Ehren die Mozartkugeln erfunden. In Wahrheit war es aber der kleine Wolfgang Amadé, der während einer Kutschfahrt im Winter diese köstlichen Süßigkeiten zum ersten Mal probierte…

Für musikalische Leckermäuler von 6–99 Jahren.


Hanna Shybayeva – Let's dance! – Live recording

Normalerweise sperren sich heutzutage – aufgrund falsch verstandenem Perfektionswillen – klassische Pianisten dagegen, Konzerte wirklich live einzuspielen. Doch als die in den Niederlanden lebende Pianistin Hanna Shybayeva von dem Konzept „Studio-Konzert“ in den Bauer-Studios erfuhr, war sie begeistert. Das Konzerterlebnis ist für Shybayeva der Energieimpuls für ihre Ausdruckskraft. Am 29. Februar 2016 setzte sie sich als erste klassische Musikerin eines „Studio-Konzerts“ überhaupt im großen Studio in Ludwigsburg an den Steinway-Flügel und spielte ein extrem anspruchsvolles Programm. Mit Werken von Fran François Couperin aus dessen „Pièces de clavecin“, mit Sonaten von Domenico Scarlatti, mit drei der schönsten Chopin-Mazurken, mit Claude Debussys „Pour le piano“, den drei Préludes von George Gershwin sowie der schwierigen 6. Klaviersonate von Nicolai Kapustin zeigte Shybayeva an diesem Abend, dass sie nicht nur die Energie des Publikums für höchst energetische Interpretationen nutzen kann, sondern auch, dass das Tanzelement sich durch die gesamte Musikgeschichte zieht.

Dass dieses Konzert live mitgeschnitten wurde, gab der Pianistin einen zusätzlichen Anreiz, den Augenblick auszukosten. Dabei folgte sie zudem einem Klangideal, das sie in heutigen Klavier-Aufnahmen vermisste: direkt, ungeschönt und nah am Instrument, so dass man sich das Live-Erlebnis direkt ins Wohnzimmer holen kann.


Sofia de Salis – French Impressions

Im Zusammenspiel der Flöte mit dem Klavier finden der Charakter des wohl ältesten und der eines der jüngeren Musikinstrumente zueinander. Lassen sich einfache, aus Knochen oder Holz gefertigte Flöten in Europa bis in eine Zeit vor etwa 43.000 Jahren zurückverfol­gen, so erscheint die Querflöte als eindeutig identifizierbares Musikinstrumen zuerst auf etruskischen Reliefs, die in eine Zeit um 200 bis 100 vor Christus zu datieren sind. Das Klavier in seiner heutigen Form ist dagegen eine Entwicklung des 19. Jahrhunderts; indes hat auch die Querflöte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert durch den Münchner Flötenbauer und Flötisten Theobald Böhm ihre heute übliche Ausprägung erhalten.

Vermittelt das Klavier als Tasteninstru­ment einen mehr oder weniger perkussiv ange­legten, in Umfang und Spektrum or­chestralen Klang, so setzt die Querflöte dem einen feinen und permanenten Melodiestrom entgegen, der Musiker und Zuhörer in seiner sphärischen Eigenart seit Ewigkeiten fasziniert. Gerade diese klangliche Neigung der Flöte zum Atmosphärischen, Stimmungshaften, auch zum Zerbrechli­chen inspirierte die Komponisten zu allen Zeiten, insbesondere die des französi­schen Impressionismus und seiner zeitlich benachbarten Stilausprägungen zu klang­vollen Werken verschiedenster Gattungen und Ausprägungen.