Beethoven - Kamilla Schatz, Benjamin Engeli

Schon seit frühester Kindheit lernte Ludwig van Beethoven die Instrumente Klavier und Violine, oftmals getrieben vom Ehrgeiz des selbst wenig erfolgreichen und dafür umso strengeren Vaters Johann van Beethoven. Dieser wollte aus seinem begabten Sohn einen zweiten Mozart machen und liess ihn dafür manchmal mitten in der Nacht seine Instrumente üben. Das

„Fantasieren“, das der junge Ludwig schon früh für sich entdeckte, war aber gar nicht nach dem Geschmack des Vaters. „... ich hatte schon öfter bemerkt, daß hier und da einer in Wien war, welcher meistens, wenn ich des Abends fantasirt hatte, des andern Tages viele von meinen Eigenheiten aufschrieb, und sich damit brüstete; weil ich nun voraussah, daß bald solche Sachen erscheinen würden, so nahm ich mir vor ihnen zuvorzukommen.“


Georgisches Kammerorchester - vol. 3

Franz Schreker: Intermezzo op. 8 für Streichorchester
Paul Hindemith: Fünf Stücke für Streichorchester op. 44/4
Anton Arensky: Quartett „Dem Andenken an P. Tschaikowsky“ für Streichorchester op. 35a


Christian Erny – Lourié

Es gehört meiner Meinung nach zur Pflicht eines jeden Musikers, neben der Pflege des gängigen und etablierten Repertoires stets die Augen und Ohren nach neuen, weniger bekannten oder vergessenen Komponisten offen zu halten. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir uns bereits an so vielen großartigen Aufnahmen der traditionellen Klavierliteratur freuen dürfen, erscheint es mir notwendig und umso erfrischender, den bis anhin noch wenig oder gar nicht eingespielten Schätzen Gehör zu verschaffen.

Dieses Album widmet sich dem russischen Komponisten Arthur Lourié, auf den ich vor ein paar Jahren eher zufällig gestossen bin. Während meiner Studienzeit in den USA hörte ich meinen damaligen Lehrer Jean-Louis Haguenauer ein wunderbares kleines Stück spielen, das ich aber zeitlich und stilistisch nicht richtig einordnen konnte. Es handelte sich um das Lullaby aus den Eight Scenes of a Russian Childhood von Arthur Lourié, dessen Name ich zuvor noch nie gehört hatte, der mir aber danach nicht mehr aus dem Kopf ging. Nachdem ich mich über lange Zeit immer wieder eher nebenbei mit Louriés Werk beschäftigt hatte, kam es zu der Planung meiner zweiten Platte und mir war schnell klar, dass dies die Möglichkeit sein würde, mich intensiv mit dieser interessanten und wunderbaren Musik auseinanderzu-setzen. So durchkämmte ich über den Sommer 2017 das gesamte Klavierwerk des russischen Komponisten und sah mich konfrontiert mit einer unglaublichen Bandbreite verschiedenster Kompositionsweisen und Stile. Ich stellte dann ein gut einstündiges Programm zusammen, das Einblick gibt in das innovative und mitreissende musikalische Schaffen Arthur Louriés. Meine zwar eher knapp getroffene Auswahl an Werken zeigt jedoch bereits auf, wie unterschiedlich Lourié über seine verschiedenen Schaffensphasen hinweg komponierte, wie er immer wieder neue Einflüsse in seiner Musik verarbeitete. Ich habe die Reihenfolge der Stücke bewusst nicht chronologisch festgesetzt, sondern möchte den Zuhörer auf eine Reise mitnehmen, auf welcher er mit abrupten stilistischen Wechseln konfrontiert wird, die ihm immer wieder neue musikalische Szenen eröffnen.


Accordarra

Als die beiden Musiker, Krisztián Palágyi (Akkordeon) und Ivan Petricevic (Gitarre) vom Duo Accordarra feststellten, wie unterschiedlich die Farben ihrer beiden Instrumente sind, beschlossen sie, ihren Lieblingsmusiken mit eigenen Arrangements einen neuen Platz zu geben. Damit haben sie nicht nur ihre (Solisten-)Komfortzone verlassen, sondern tauchen mit diesem Programm ein – frei nach dem Motto „no risk no fun“ – in eine Welt der Bearbeitung von großen und packenden, eher südländisch anmutenden Musikstücken.

Da ist der Titel ihrer ersten gemeinsamen Aufnahme „Más allá del sueño“ mehr als passend: „Hinter dem Traum“ deutet auf die Idee der beiden Musiker, in Hinblick auf musikalische Entwicklung und Leidenschaft immer nach vorne zu denken, ihre Inspiration in der Zukunft zu suchen und immer offen zu bleiben für neue Horizonte und Träume.