Pleyel – Konzertraritäten vol 18

Judith Jáuregui – Live from Vienna

Ivan Bessonov plays Chopin

Thomas Leleu – « STORIES… »

März 2019

Pleyel – Konzertraritäten vol 18

März 2019

Varvara Manukyan spielt auf einem Original Pleyel Hammerflügel 1838, op. 5884 Sie spricht von Klängen aus einer anderen Welt! Ein Instrument, dass alles in sich hat: Einen sehr warmen Ton, die wunderbaren Bässe und jeder Bereich seine Individualität.

Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal – 1831 Paris), einst ein musikalische Welteroberer, danach verschwiegen und vergessen – seit 25 Jahren durch die Internationale Ignaz Joseph Pleyel Gesellschaft (IPG) im Geburtsort des Komponisten wieder entdeckt!

Ein großer Dank bezüglich Quellenbeschaffung und für das Entdecken dieses Instruments ergeht an Herrn Prof. Adolf Ehrentraud.

John Fields Klavierstil spiegelt sich in den noch heute hoch geschätzten 20, darunter 12 von ihm selbst so bezeichneten Nocturnes, den ersten Beispielen dieser Gattung und unmittelbaren Vorbildern für Frederic Chopins 21 Nocturnes. Auch der auf dieser CD präsente Camille Pleyel hat seinem Nocturne in B-Dur 1828, Opus 54, den Namen à la Field beigegeben.

Camille Pleyel – ein genialer Sohn eines genialen Vaters! Er förderte talentierte Künstler, einer davon war sein Freund Frédéric Chopin (1810-1849).

Judith Jáuregui – Live from Vienna

März 2019

„Temperament, Frische und eine musikalische Begabung mit fantastischen Aussichten auf die Zukunft… Jáureguis Spiel entsteht aus dem Wissen, das sich im dem Lauf der Zeit akkumuliert, ohne dabei die Freude in den Fingern zu verlieren.“ Scherzo Magazine

„Für Jáuregui – wie bei allen Pianisten, die etwas zu sagen haben – steht die formidable Technik im Dienst eines Klangs, der Bedeutung hat, und der Konstruktion einer eigenen Welt.“ Concertonet

Judith Jáuregui ist eine Künstlerin mit einer strahlenden, extrovertierten Persönlichkeit und einer Eleganz, die sie zu einer der faszinierendsten Pianistinnen der jüngeren Generation macht. Ihr erstes Album für ARS Produktion ist zugleich ihre erste Live-Aufnahme von Werken, zu denen sie eine besondere Verbindung verspürt.

Ivan Bessonov plays Chopin

März 2019

Ivan Bessonov: Mir gefällt die Art und Weise, wie sich die Welt in Chopins Musik offenbart: Sehr rein, subtil, lyrisch, oft sogar tragisch, aber manchmal leicht und fröhlich, mit dem Glauben an etwas sehr Gutes. Ich denke, dass Chopin für mich immer ein Grund sein wird, das Leben noch mehr zu lieben.

Als Pianist begann ich die Arbeit an Chopins Werk mit den Miniaturen – Mazurken, Walzer etc. Diese Welt der ›kleinen‹ Werke Chopins hat mich total fasziniert! Dann hat mich die Polonaise mit ihrer Kraft, der Tiefe und Reichtum erobert. Und die Klaviersonate b-Moll erschütterte mich mit ihrem Drama, der enormer Tiefe und der Schönheit musikalischer Bilder. Um in einem solch komplexen Beruf ein Meister zu werden, bedarf es gewaltigen Fleiß sowie absoluten Glauben und Liebe zur Musik. Mir scheint es als müsste man, um wirklich Chopin spielen zu können, sehr viel Schmerz und Leid erfahren, um sowohl Kummer als auch Hoffnung oder Verlust und Träumen zu ertragen. Ich denke, dass sich die Emotionen für die Ausführung von Chopins Werken mein ganzes Leben anhäufen werden. Musik ist die Welt der Emotionen. Manches kann in einem jungen Alter nicht erlebt werden, und einige Erfahrungen sind im Alter nicht mehr verfügbar. Unter den Händen eines Pianisten kann aus den verschiedenen Fragmenten seines Lebens ganz unterschiedliche Musik von Chopin entstehen.

Klare Vorbilder habe ich nicht. Ich kann nur so spielen, wie ich es gerade fühle. Meine Interpretationen sind im Hinblick auf etablierte Kanons oft nicht übereinstimmend. Ich spiele die Musik, wie ich sie in meinem Inneren empfinde. Warum diese Kompositionen? Natürlich haben sie meine Seele geprägt, als ich sie zum ersten Mal hörte, und danach wollte ich sie unbedingt weiterspielen.

In meinen eigenen Kompositionen werden sehr oft Details und Intonationen der Musik Chopins gehört. Das erscheint mir natürlich, wahrscheinlich, weil ich ihn sehr liebe. Ich werde auf jeden Fall weiter komponieren und mich als Komponist entwickeln. Und in welche Richtung? Ich möchte unbedingt in Richtung Schönheit… Inspiration lebt überall um uns herum, ragt von sich selbst heraus, wenn man nur die Tasten berührt. Aber man muss sehr hart arbeiten – dann wird es der Inspiration gefallen und sie wird immer öfter ans Licht treten.

Thomas Leleu – « STORIES… »

März 2019

Ibrahim Maalouf: Unter Menschen gibt es immer einen Rebell, aber im positiven Sinne, der die Schicklichkeiten und Konventionen, die Protokolle und Gewohnheiten widerlegt, der aber, immer mit Respekt und Feingefühl mit den Reichtümern spielt, die in der Welt zu entdecken sind. Dieses Elektron ist meistens frei, weil es nichts zu beweisen hat. An der Tuba ist das Thomas.

Er hat seine Wahl blind getroffen, denn schon als kleiner Junge am Klavier, am Schlagzeug oder an Blechinstrumenten versuchte er aufzuteilen, zu mischen, durcheinander zu bringen, um sich besser zu (er)kennen. Von der Musik Lateinamerikas bis zur klassischen Musik, vom Jazz bis zum Chanson, von der traditionellen ethnischen Musik bis zu den Experimenten zeitgenössischer Musik; je älter er wurde, um so mehr interessierte ihn alles. Und er hat recht. Ich fühle mich dem Geist dieses Musikers sehr nah, der, trotz des großen Respekts gegenüber seiner klassischen Ausbildung, nicht in die Falle einer sterilen Verehrung gefallen ist. Thomas ist ein Ideen- und Töne-Suchender, er ist nicht zum Wiederholen dessen da, was schon so häufig gespielt wurde. Bekannte Wege sind seine Sache nicht. Dieses Album ist ein neuer Pfad, der ihn – und uns mit ihm – eines Tages zu neuen Klängen bringen wird.

Dieser Weg ist spannend, deswegen muss man ihm unbedingt große Aufmerksamkeit und ein offenes Ohr schenken.“