Florian Klaus Rumpf. Mandoline – Bach. Sonaten und Partiten 1

Zala Kravos – DEBUT

Aleksey Semenenko – Taste the Best

Januar 2018

Florian Klaus Rumpf. Mandoline – Bach. Sonaten und Partiten 1

Januar 2018

"Bach. Sonaten und Partiten 1" stellt die erste CD meines 4-teiligen Bach-Projekts dar, das die Aufnahme der 6 Sonaten und Partiten, BWV 1001-1006 gespielt auf der Mandoline und der 6 Suiten, BWV 1007-1012 gespielt auf dem Liuto Cantabile, ein 5-chöriges Mandoloncello, umschließt. Sagenhafte Kompositionen von Johann Sebastian Bach vereint mit dem transparenten Klang der Mandoline.

Die 6 Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach gehören zu den am häufigsten aufgenommenen Werken für eine Soloinstrument. Während es Aufnahmen von Violinisten wie Sand am Meer gibt, haben sich bisher nur 2 Mandolinisten an diesen Werkkomplex gewagt und CDs veröffentlicht, deren Programme ausschließlich aus den Sonaten und Partiten bestehen.

Chris Thile (USA) und Shmuel Elbaz (Israel) haben mit ihren Aufnahmen der amerikanischen und der israelischen Mandoline ein Denkmal gesetzt. Beide Länder haben ihre eigene Schule des Mandolinenspiels und auch eigene Bauarten. Mit meiner CD "Bach. Sonaten und Partiten 1" sollen Bachs Kompositionen aus der deutsch-mandolinistischen Sicht beleuchtet werden.

Zala Kravos – DEBUT

Januar 2018

Über diese Aufnahme / Stellungnahme der Künstlerin

Diese Aufnahme umfasst einige meiner Lieblings-Kompositionen, die ich schon seit mehreren Jahren spiele. Dadurch wirkt sie wie ein Spiegel, in dem ich mein Spiel beobachten kann, welches nun der Vergangenheit angehört. Damit schließt sich ein erstes Kapitel meiner musikalischen Aktivitäten.

Die Balladen op. 10 von Johannes Brahms waren eine riesige Überraschung für das junge Mädchen, das ich vor drei Jahren war – insbesondere die schauerlichste und grausamste, die „Edward“-Ballade. Die Erwachsenen um mich herum waren oft erstaunt, wie sehr ich diese Musik fühlte, die sehr selten, wenn überhaupt, von Kindern gespielt wird. Die Musik und die von ihr übertragenen Emotionen fühlten sich ganz natürlich für mich an, und ich war von der Überraschung der Erwachsenen fasziniert. Vielleicht besitzen wir alle ein angeborenes und unbewusstes Verständnis für Grausamkeit und Tragödie?

Ich habe diese Ballade bei meinem zweiten Jahresexamen an der Königin-Elisabeth-Musikkapelle im Juni 2014 gespielt. Die Vorsitzende der Jury war meine anspruchsvolle und strenge Lehrerin Maria João Pires, welche mich manchmal während des Unterrichts zum Weinen gebracht hatte. Maria gratulierte mir nach dem Examen und vertraute mir an, dass meine Brahms-Interpretation sie zu Tränen gerührt hätte.

Franz Liszts Ballade Nr. 2 basiert, wie auch die Edward-Ballade, auf einem Gedicht, nämlich auf Gottfried Augustin Bürgers berühmter Lenore-Ballade, welche von dem großen romantischen Dichter France Prešeren ins Slowenische übertragen wurde. Mit ihrem turbulenten Kampf zwischen Gut und Böse repräsentiert sie für mich einen halsbrecherischen Ritt aus dem finstersten Bereich der proto-romantischen Klaviermusik hinein in eine viel ruhigere und friedliche Atmosphäre.

Ich habe schon immer gerne Chopin gespielt, und mir scheint es offensichtlich, dass er selbst ein hervorragender Pianist gewesen sein muss, da seine Musik auf solch natürliche Weise auf den Interpreten zugeschnitten ist. Mit elf Jahren habe ich die vier Impromptus zum ersten Mal öffentlich im alten Konzertsaal der Königin-Elisabeth-Musikkapelle gespielt. Der Saal gleicht einem alten Pariser Salon – er ist halt nur etwas größer. Der amerikanische Pianist und Pädagoge Alan Weiss saß am jenem Tag im Publikum. Ich war noch sehr klein and zierlich und mein Klang war noch nicht sehr groß, aber Weiss schien begeistert zu sein und sagte mir, dass man Chopin genau so spielen soll. Nachdem ich ihm Chopin später privat vorspielte, erklärte er, dass ich zum Chopin-Spiel geboren sei.

Das die Aufnahme beschließende Werk, Crystal Dream, liegt mir ganz besonders nah. Albena schrieb es für mich, als ich elf Jahre alt war, mit der Absicht, mich mit einem moderneren Stil vertraut zu machen. Sie freut sich jedes Mal, wenn ich das Stück spiele und meint, das ich ein gutes Gefühl für zeitgenössische Musik habe. Ich bin der Meinung, dass man jedem musikalischen Stil viel Engagement und Verständnis entgegenbringen muss.

Ich erinnere mich daran, dass einer meiner Klavierpädagogen mir vor mehreren Jahren sagte, dass mein Spiel zu erwachsen klänge; ich sollte versuchen, mehr wie ein Kind zu spielen. Ich war darüber sehr erstaunt – ich war doch tatsächlich ein kleines Kind, und ich spielte die Musik genauso, wie ich sie fühlte und wie ich dachte, dass sie gespielt werden muss. Dasselbe gilt auch für die Musik auf dieser Aufnahme.

Aleksey Semenenko – Taste the Best

Januar 2018

Taste The Best ∙ Die Stars von Morgen

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln, der WDR, ARS Produktion und die Förderer der Hochschule für Musik und Tanz Köln e.V. möchten die Produktion einer hochwertigen professionellen CD ermöglichen und damit die Künstlern besonderes fördern.

Die Musiker müssen strengen künstlerischen Qualitätskriterien entsprechen. Im Rahmen einer hausinternen Audition entscheidet eine Jury, die aus Professoren der Hochschule für Musik und Tanz gebildet wird, über die Vergabe des Preises „Taste the Best“.