Rheinberger – Der Stern von Bethlehem

Im Jahre 1890 schrieb Rheinberger eines seiner persönlichsten und seelenvollsten Werke, die Weihnachtskantate „Der Stern von Bethlehem" für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester, zu der seine Gattin, die damals publizierende Dichterin Franziska von Hoffnaaß den Text verfasst hatte. Die Kantate wurde am 24. Dezember 1892 in der Kreuzkirche zu Dresden uraufgeführt und zählte bald zu den bekanntesten und schönsten oratorischen Schöpfungen Rheinbergers.

Rheinbergers neun „Advents-Motetten" komponierte er 1893 als Beitrag zur traditionellen Pflege der nach dem Kirchenjahr wechselnden Gesänge des Gottesdienstes. Diese Motetten sind der Liturgie der vier Adventssonntage zugeordnet und bilden einen zusammenhängenden Zyklus für die Adventszeit.

Dilek Gecer
Michael Junge
Universitätschor Dresden
Maja Sequwira - Choreinstudierung
Vogtlandphilharmonie
Stefan Fraas - Dirigent


Benjamin Kruithof (Cello) – Russian Mood

Russische Musik für Violoncello

Versucht man russische Musik zu charakterisieren, dann findet man fast unwillkürlich zu Beschreibungen wie „seelenvoll“, „melancholisch“ oder auch „gefühlsgeladen“, Attribute, die auch der Klangsphäre des Violoncellos gelten könnten.

Der junge Cellist Benjamin Kruithof spielt zusammen mit der Nordwestdeutschen Philharmonie unter der Leitung von Conrad van Alphen Werke von Tschaikowski, Glasunow, Dawidow, Popper und Rachmaninow.


Konstantin Kramer – ZEIT

Zeit. Zeit ist relativ;
für jeden einzelnen von uns aber auch
wieder verschieden. Wir messen
sie in Sekunden, Stunden,
Wochen, Monaten und Jahren.
Die Zeit im vergangenen Jahr 2020
ist wohl auch für jeden verschieden
schnell oder auch langsam vorbei gegangen.

Ich konnte förmlich sehen und fühlen, wie dieses Jahr an mir vorbei gerast ist, oder sich auch lang, fast wie ein zäher Kaugummi gezogen hat. Die Aufnahmen haben mich das Jahr über „am Leben gehalten“. Sie haben mich über die Zeit gerettet. Sie haben mich zu mir kommen lassen und dazu gezwungen, mich mit mir und meiner zur Verfügung stehenden Zeit auseinander zu setzen. In der Zukunft, aber auch im Hier und Jetzt. Sie haben mir geholfen, meinen Ärger und Frust zu kanalisieren. Sie haben mir aber auch meine Liebe und Leidenschaft zur Musik und meinem Instrument nochmals vor Augen geführt und mich darin bestätigt, dass all die Zeit, die ich die letzten Jahre investiert habe, nicht umsonst gewesen ist.. Ja, ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin! Unser Leben ist lang; aber auch kurz. Es kommt auf den Blickwinkel, den Standpunkt an. Das Gute daran ist: Dieser lässt sich ändern! Ich hoffe, du kannst dir etwas Zeit nehmen und mir zuhören.
Es ist Zeit…

Konstantin Kramer