Georges Soyka – Indigo

Indigo ist eines der ältesten Pigmente und wurde schon in prähistorischer Zeit zum Einfärben von Textilien verwendet. Damals noch aus pflanzlichen Quellen gewonnen, wird synthetisches Indigo heute vor allem zum Färben von Blue Jeans genutzt. Einigen traditionellen Völkern aus Europa und Asien war die entzündungshemmende Wirkung der Indigo Naturalis bereits bekannt und sie nutzten diese um Wunden und Verletzungen zu pflegen.

Indigo ist die sechste Farbe im Regenbogen und ihr werden einige bedeutende Eigenschaften zugeschrieben. Indigo steht für Wahrheit; mit sich und allem im Reinen zu leben sowie für Intuition, Inspiration und Vorstellungskraft. Ebenso symbolisiert die Farbe die Erweiterung des Bewusstseins, ganzheitliches Denken und, Zusammenhänge innerer und äußerer Einflüsse im Leben zu erkennen.

Da ich beim Hören von Musik bestimmte Farben sehen kann und mich die Symbolik der Farbe Indigo inspirierte, habe ich diese schöne Farbe als Titel meines Albums auserwählt. Georges Soyka


Zala & Val Kravos – Piano Duet

Trotz ihres jungen Alters sind Zala Kravos und ihr jüngerer Bruder Val außergewöhnliche Pianisten, die seit vielen Jahren international auftreten. Mit ihrem Talent und ihrer musikalischen Reife beeindrucken sie regelmäßig Publikum und Fachleute. Sie sind Solisten, spielen aber oft gemeinsam das Repertoire für Klavier zu vier Händen und für zwei Klaviere, wobei ihre innige Verbindung besonders hervorsticht. 2019 erhielten sie am Konservatorium der Stadt Luxemburg ein Kammermusikdiplom für Klavier zu vier Händen mit großer Auszeichnung.

Auf Ihrer Debut-SACD als Klavierduo spielen sie an einem Steinway-Konzertflügel: Wolfgang Amadeus Mozart, Sonate D-Dur für Klavier zu vier Händen KV 381 – Franz Schubert, Fantasie f-Moll für Klavier zu vier Händen D 940 – Georges Bizet, Jeux d’enfants op. 22 und Françoise Choveaux, Poème für Klavier zu vier Händen op. 269.


Sontraud Speidel – Fanny Hensel, Klaviermusik 1821-46

Ohne jeden Zweifel gehört Fanny Hensel (1805–47) zu den bedeutendsten Künstler-Persönlichkeiten ihrer Epoche. Als Tragik ihrer Existenz ist die Tatsache anzusehen, dass – nach Jahren der Reife und langer Hinderung angemessener öffentlicher Wirksamkeit – die ersten Veröffentlichungen ihrer Werke unter dem eigenen Namen nur wenige Monate vor ihrem Tod mit nur 41 Jahren erfolgten. Welche Katastrophe für die Musikwelt dieses Abbrechen ihrer Karriere bedeutet, lässt sich wenigstens ahnen: Als Komponistin hatte sie bereits Werke für nahezu alle damals üblichen musikalischen Gattungen geschrieben, mit den einzigen Ausnahmen der Oper und der Symphonik. Sogar an eine Vertonung der ersten Szene von Goethes Faust II wagte sie sich – noch ehe Robert Schumann den Plan seiner Szenen aus Goethes Faust (WoO 3) in einem langwierigen Schaffensprozess umzusetzen begann.

Die auf der vorliegenden CD aufgenommenen Kompositionen Fanny Hensels umspannen den Zeitrahmen von 1821 bis 1846, nur vier davon sind bis jetzt in Aufnahmen verfügbar, die übrigen elf der insgesamt 15 von Sontraud Speidel ausgewählten Stücke sind Erstaufnahmen.


Malevich Ensemble – Taste The Best 6

Taste The Best ∙ Die Stars von Morgen Die Hochschule für Musik und Tanz Köln, der WDR, ARS Produktion und die Förderer der Hochschule für Musik und Tanz Köln e.V. möchten die Produktion einer hochwertigen professionellen CD ermöglichen und damit die Künstler besonderes fördern. Die Musiker müssen strengen künstlerischen Qualitätskriterien entsprechen. Im Rahmen einer hausinternen Audition entscheidet eine Jury, die aus Professoren der Hochschule für Musik und Tanz gebildet wird, über die Vergabe des Preises „Taste the Best“. 2013 startete das Projekt mit dem Schumann Quartett – 2014 Florian Noack (Klavier) – 2016 Fukio Quartet (Saxophon) – 2018 Aleksey Semenenko (Violine). 2019 folgte Arash Rokni (Pianoforte). Insgesamt sind alle SACDs sehr gut besprochen.

Das Malevich Ensemble mit Andrei Roszyk (Violine), Ian Psegodschi (Viola), Stéphane Giampellegrini (Violoncello) und Georgy Voylochnikov (Klavier) spielt die beiden unbekannteren Klavierquartette von Charles Camille Saint-Saëns (Quartett für Violine, Viola und Violoncello und Klavier E-Dur) und Sergej Tanejew (Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello E-Dur op. 20).


Anne Battegay – The essential Hebrew Violin

Die CD Aufnahme ‚The Essential Hebrew Violin‘ mit erstmals eingespielten Arrangements für Violine und Kammerorchester ist inspiriert durch ein Konzert, das ich 2020 anlässlich des Europäischen Tages der jüdischen Kultur im Zwinglihaus zu Basel gespielt habe. Die Arbeit und Vorbereitung an diesem für mich neu entdeckten Programm und die Resonanz des Publikums auf diese Musik haben mich überwältigt. Als jüdische Geigerin spricht mich diese Musik unmittelbar an und hat mich so zu dieser CD bewegt. Die aufgenommenen Stücke

Maurice Ravel (Kaddisch und L'énigme éternelle), Jerry Bock/John Williams (Theme of ‘Fiddler on the roof’), Joseph Achron (Hebrew melody op. 33 und Hebrew lullaby op. 35 No. 2), Joel Engel (Freilechs op. 20 No. 2), Max Bruch (Kol Nidrei op. 47), Sergej Prokofiev (Overture on Hebrew Themes op. 34), Alexander Krejn (Caprice hébraïque op. 24) und Fritz Kreisler (Marche miniature Viennoise)

zeigen auf, dass jüdische bzw. durch die jüdische Kultur inspirierte Musik keineswegs nur auf Klezmer reduziert werden kann. Sie ist so profund und charakteristisch, dass der Zuhörer sofort in den Bann gezogen wird und in die Welt des Judentums eingeladen wird. Anne Battegay

Es musizieren Anne Battegay (Violine), François Robin (Cello), Alessandro Tardino (Piano) mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester unter der Leitung von Marc-Olivier Oetterli.