June 2019

Hans Agreda

June 2019

Hans Agreda

Kaleidoskop

Werke für Kontrafagott von Kees Olthuis, Gerhard Deutschmann, Victor Bruns, Efraín Oscher

Diese Aufnahme ist für mich eine Gelegenheit zu zeigen, dass all die Vorbehalte und Vorurteile, die dem Kontrafagott traditionell entgegengebracht wurden und teilweise immer noch werden, unzutreffend sind. Ich möchte Grenzen durchbrechen und positive Perspektiven aufzeigen: Das wundervolle Kontrafagott erweist sich als ein Konzert- und Kammermusikinstrument, das eindrucksvoll solistische Aufgaben erfüllen kann. Ich verbinde mit dem Album die Hoffnung, dass weitere Komponisten zu Werken für dieses ganz außergewöhnliche Instrument inspiriert werden. Hans Agreda

Es musizieren Hans Agreda (Kontrafagott), Matthias Racz (Fagott), Emanuel Forni (Gitarre) und Anna Kirichenko (Klavier), sowie Mitglieder des Tonhalle Orchesters Zürich unter der Leitung von Paulo Muñoz-Toledo.

Viviane Goergen

June 2019

Viviane Goergen Pianistische Miniaturen von Komponistinnen

Auf dem Programm stehen bezaubernde und musikalisch wertvolle kurze Werke „Poetische Miniaturen“ von Komponistinnen aus Argentinien, Frankreich, der Schweiz, Tschechien, und Russland aus der Zeit von etwa 1850 bis 1990. Sie gehörten zu den ersten Frauen, die Kompositionskurse in Hochschulen belegen konnten und durch ihre vielfältige Kreativität auffielen und zur damaligen Überraschung mehrere große Kompositionspreise vor ihren männlichen Kollegen gewannen.

Sie hören hier Melanie Bonis zarte Flute soupire und die tiefergreifenden Cathédrale blessée, aber auch die international berühmte Schweizerische Cembalistin, Komponistin, Dirigentin und Schriftstellerin, Marguerite Roesgen-Champion, mit ihrem naiven Chant Pastoral, und den bezaubernden Jeux de Nymphes, Odilie Dvorakova-Sukova, Tochter von Dvorak, mit ihrem beeindruckenden Wiegenlied und der Humoreske, Viteslava Kaprálová, größte Tcheschiche Komponistin mit ihren 4 musikalisch hochkarätigen Aprilpräludien oder Germaine Tailleferre, Mitglied des berühmten Groupe des Six, mit ihrem beliebten Mouvement de Sicilienne, dann Liszt Freundin Marie Jaelle, mit ihren erfrischenden Mignon Walzer, Stefania Zaranek mit ihren bezaubernden fünf Miniaturen op 4 *, Vera Winogradova mit ihren bizarren zwei Tänzen op. 21*, und Alicia Terzian mit Ihrer temperamentvollen „Danza Criolla“ op.1.

Mehrere Ersteinspielungen sind dabei *.

Die Werke hat Viviane Goergen zusammen mit dem Schweizer Musikwissenschaftler und Spezialisten auf dem Gebiet der Frauenkomposition, Walther Labhart, zusammengestellt. Walther Labhart war der musikalische Berater von Paul Sacher, dem Tokio Festival und u.a. dem Prager Frühling.

Duo Praxedis

June 2019

Carl Rütti

Werke für Harfe und PianoDuo Praxedis

Carl Rütti rückt sich selbst nicht in den Vordergrund. Typisch für einen Organisten: unsichtbar, aber präsent. Carl Rütti arbeitet im Stillen und aus dem Stillen heraus - mit umso grösserer Wirkung. Ihm gebührt Anerkennung für dieses Wirken: In Form dieser CD mit seinen Werken, interpretiert durch seine Schwester und deren Tochter. Und durch die öffentliche Anerkennung mit der Vergabe des Zuger Anerkennungspreises 2005 des Kantons Zug in den Worten des Regierungsrates des Kantons Zug: "Carl Rütti zählt zu den wenigen herausragenden Musikerpersönlichkeiten in unserem Kanton. Er schuf in all den vergangenen Jahren aber nicht nur viel beachtete musikalische Kunstwerke im Stillen, sondern machte sich als ausübender und vielseitig versierter und engagierter Musiker auch immer wieder um das kulturelle und insbesondere musikalische Leben in unserem Kanton verdient." Matthias Michel

Sachi Nagaki

June 2019

Hommage à Clara Schumann

Originalwerke und Bearbeitungen von Johannes Brahms

Die zahllosen, meist haltlosen und sensationslüsternen Spekulationen über die Art des Verhältnisses zwischen Clara Schumann, der bedeutendsten Pianistin des 19. Jahrhunderts, einer profilierten Komponistin und genialen Lehrerin, und Johannes Brahms haben leider dazu geführt, dass der einzigartige Charakter dieser ungewöhnlichen Künstlerfreundschaft, die trotz schwerer Belastungen über 40 Jahre Bestand hatte und zu einer für beide Seiten fruchtbaren und inspirierenden geistigen Partnerschaft wurde, in Vergessenheit geriet. Dass Brahms Clara Schumann nicht nur Kompositionen im Druck widmete (Klavier-sonate fis-Moll op. 2, Variationen op. 9), sondern auch viele andere Werke mit dem Gedanken an sie schrieb, dass er eigens für sie eigene (z. B. Thema mit Variationen d-Moll aus dem Streichsextett B-Dur op. 18) und fremde Kompositionen (Bach: Chaconne d-Moll; Gluck, Gavotte A-Dur u. a.) für Klavier bearbeitete, ist bekannt. Daneben gab es aber einen fast ununterbrochenen lebhaften Gedankenaustausch über Brahms’ neueste Kompositionen, von denen Clara Schumann gelegentlich Abschriften anfertigte und sogar Arrangements, über neuere und ältere Werke anderer Komponisten, über die Heraus-gabe von Robert Schumanns noch unveröffentlichten Kompositionen, über die Qualitäten verschiedener Interpreten, nicht zuletzt über Finanzen, Konzertreisen und die zahlreichen Probleme mit der Unterbringung und Erziehung der sieben Kinder. Um letztere hat sich der junge Brahms vor allem in der schweren Zeit nach Schumanns Einlieferung in die Heil-anstalt in Endenich im März 1854 bis zu dessen Tod am 29. Juli 1856 wie ein guter Hausvater gekümmert, wofür ihm Clara Schumann und ihre Kinder ein Leben lang dankbar waren. Die vorliegende CD dokumentiert und beleuchtet mit Originalkompositionen und Bearbeitungen diese komplexe Beziehung des Komponisten, Bearbeiters und Pianisten Brahms zu seiner Freundin und Kollegin Clara Schumann. Alle Werke sind entweder für Clara Schumann bzw. ihre Kinder oder im engen Austausch mit ihr komponiert oder spielen in ihrer Biographie eine besondere Rolle.