ECHO Klassik - Preisträger gemeinsam für mehr Vielfalt

Sieben diesjährige internationale ECHO Klassik - Preisträger eröffnen am 8. Oktober das Klassik-Wochenende des Jahres mit einem gemeinsamen Benefiz-Konzert. Renommierte Künstler wie u.a. Holger Falk, Steffen Schleiermacher, Concert Royal Köln stehen neben den Shooting-Stars von morgen wie u.a. das Berolina Ensemble, Yury Revich, Aurelia Shimkus und Bassoon Consort Frankfurt.

Das Konzert wird von Klassik.TV live ins Internet übertragen.

Der Link dafür lautet: www.klassik.tv/live/klassikxl-2016/


Fabian Müller – Chamber Music for Strings

Fabian Müller www.swisscomposer.ch

Fabian Müllers (*1964) Werke wurden durch grosse Musiker unserer Zeit, wie David Zinman, Andris Nelsons, Sir Roger Norrington, Andrey Boreyko oder Christopher Hogwood zur Auf-führung gebracht und erklangen in den renommierten Sälen der Welt wie der Carnegie Hall in New York, der Berliner Philharmonie, dem Teatro Colón Buenos Aires, der Tonhalle Zürich, dem KKL Luzern oder der Philharmonie St. Petersburg.

Auftragswerke schrieb er für das Lucerne Festival, die Interlakner Musikfestwochen oder die Vestfold Festspillene in Norwegen und seine Werke kamen zur Aufführung beim Festival La Chaise Dieux in Frankreich, beim Aspen Music Festival in Colorado oder beim Festival Internacional de Ushuaia in Argentinien.

Für das Carmina Quartett und im Auftrag der Pro Helvetia schrieb Fabian Müller 2010 sein Streichquartett Nr. 2 «Das Helvetische», sowie für dasselbe Ensemble kürzlich sein viertes Streichquartett. 2008 brachte der weltbekannte Cellist Steven Isserlis sein «Concerto per Klee» in der Tonhalle Zürich zur Uraufführung und 2009 ging das Berner Symphonieorchester mit seinem symphonischen Werk «Taranis» auf Deutschland-Tournee.

Nebst weiteren Aufnahmen sind bisher drei Portrait-CDs erschienen, mit dem Philharmonia Orchestra London unter David Zinman, dem Petersen Quartett und dem Zürcher Kammer-orchester unter der Leitung von Ruben Gazarian.

1996 gewann Fabian Müller den Kompositionspreis (Jacob Druckman Award for Orchestral Composition) des renommierten «Aspen Music Festivals» (Colorado/USA). Für sein bisheriges Schaffen erhielt er 2006 eine kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich. Und 2012 wurde er mit dem Kunstpreis Zollikon geehrt.

Nebst seiner Tätigkeit als Komponist interessiert sich Fabian Müller vor allem für Musikethno-logie. Während zehn Jahren (1991 bis 2002) arbeitete er an der Herausgabe der Hanny Christen-Sammlung, einer zehnbändigen Volksmusik-Anthologie mit über 10000 Melodien aus dem 19. Jahrhundert.


Vincent Larderet, Klavier

Tradition & Transition

Abgesehen von der deutsch-österreichischen Abstammung, die Brahms und Berg unbestreitbar verbindet, profiliert sich Berg in seinem Opus 1 auch als Erbe derSonatenform. (…) Und wenn die f-moll Sonate op. 5 von Brahms in der Tradition von Haydn, Mozart, Beethoven und Schumann die Vollendung und den Gipfel der großen romantischen Sonate versinnbildlicht − die Länge zeugt von seinem unübertroffenen Gigantismus − so symbolisiert die Sonate von Berg gleichermaßen das Ende einer Epoche, indem sie die romantische Sonate beendet, wie die Öffnung für das Zukünftige. Es handelt sich also um ein Übergangswerk. Dabei ist überaus aufschlussreich festzustellen, dass es zwischen der Sonate op. 5 von Brahms, 1853 komponiert, und der Sonate von Berg keine großen Sonaten in der deutsch-österreichischen Klavierliteratur gibt, die so persönlich und einzigartig sind. (…) Eine ganz andere Welt ist die der Intermezzi op. 117, die in Ischl (wie auch opp.116, 118 und 119) komponiert wurden, und in denen sich die Kunst des Clair-obscur und der Schattierung niederschlägt. Brahms knüpft wieder an das Klavier an und seine letzten Zyklen bilden eine Art pianistisches Testament. Das Opus 117 bildet darunter vielleicht das intimste und meditativste, was Brahms selber dazu führt, einige seiner späten Stücke als „die Wiegenlieder meines Schmerzes“ zu bezeichnen… Berg wird sich daran in seiner Sonate erinnern… Im Programm dieser Aufnahme bilden die 3 Intermezzi op. 117 den Übergang zur Sonate von Berg, die man als eine Synthese zwischen der Sonatenform und der Introspektion eines Klavierstücks betrachten kann.


Milano Saxophone Quartet – Musica Ficta

Das Milano Saxophon Quartett wurde 2010 von vier Musikern aus Sardinien, Venetien, der Lombardei und Trentino-Südtirol gegründet. Dank seiner internationalen Ausbildung bei weltberühmten Solisten in Österreich, Frankreich und Italien hat das Ensemble einen Ruf für Virtuosität und eine spezifisch italienische Musikalität entwickelt, die heute überall geschätzt wird. Die vier Musiker konzertieren als Solisten und im Quartett auf den berühmtesten Bühnen der Welt, wie zum Beispiel am Konzerthaus Wien, dem Münchener Gasteig, Cité de la Musique in Paris, Teatro del Lago in Chile, Taipei National Concert Hall und am Teatro alla Scala in Mailand. Zu den vielseitigen Aktivitäten des Quartetts gehören neben Konzerten und Aufnahmen die Forschungsarbeit und Zusammen-arbeit mit Künstlern und Komponisten, sowie die Lehrtätigkeit in Meisterklassen und Lehrvorträgen. Das Milano Saxophon Quartett nimmt regelmäßig an Musikfestivals wie dem Internationalen „A tempo“-Musikfestival, dem Internationalen Saxophonfestival in Fermo, dem Wiener Saxfest, dem Organ Fest in Sardinien, und Milano Musica teil. Das Ensemble gab zudem zahlreiche Erstaufführungen und Weltpremieren von Werken von MarioPagotto, Sandro Fazzolari, Maarten De Spletner, und Alberto Schiavo. Die Musiker des Milano Saxophon Quartetts sind D’Addario- und Selmer-Künstler.


Uwaga! – mozartovic

Uwaga! feat. Max Klaas
mozartovic

Eigentlich nur ein Quartett, jedoch eines mit Akkordeon. Zwei komplementäre Geiger suchen Jazz-Bassisten und finden den serbischen Akkordeon-Akrobaten Miroslav Nisic. Auf der Suche nach einem immer ausgeklügelteren Sound nimmt Uwaga! hin und wieder den hoch begabten Percussionisten Max Klaas mit auf die Reise. Mit Mozart als Reisepartner ziehen sie durch den Balkan​ und geben ihrer grenzüberschreitenden Fantasie freien Lauf.

Christoph König – Violine, Viola Maurice Maurer – Violine Miroslav Nisic – Akkordeon Matthias Hacker – Kontrabass

feat. Max Klaas – Percussion

mozartovic, ein Album, das konsequent die Grenzen der Klassik erweitert mit virtuosen Musikern, die mit ihrem einzigartigen Balkan-Groove Mozart in die Beine der Menschen schicken. Listen to classical crossover, listen to Uwaga!


Uwaga! plus Dortmunder Philharmoniker – swan fake

Uwaga! classical crossover - einzig stilübergreifend

Fünf Jahre kunstfertiges Ausloten von Klassik – immer mehr frische Ideen, immer befreiendere Kombinationen mit Jazz, Balkan und Pop. Nach jahrelanger, intensiver Beschäftigung mit Orchestermusik und Spätromantik bilanziert Uwaga! konsequent mit großem Symphonieorchester. Gemeinsam mit den Dortmunder Philharmonikern wagen sie Mahler in Manier einer Jazzballade oder Grieg im anhaltenden Moment innigster, größter Spielfreude gepaart mit roughen, perkussiven Spieltechniken.

Christoph König – Violine, Viola Maurice Maurer – Violine Miroslav Nisic – Akkordeon Matthias Hacker – Kontrabass

feat. Dortmunder Philharmoniker Philipp Armbruster – Dirigent

Ein Album, das konsequent die Grenzen der Klassik erweitert mit virtuosen Musikern, die mit ihrer Klangästhetik die Herzen der Menschen zutiefst berühren. Listen to Classical Crossover, listen to Uwaga!


Echo 2016 – B_A_C_H – Ich ruf' zu dir

Aurelia Shimkus wurde für die Einspielung B_A_C_H – Ich ruf' zu dir in der Kategorie Nachwuchskünstlerin des Jahres mit dem ECHO KLASSIK 2016 ausgezeichnet


Echo 2016 – 8 Seasons

Yury Revich wurde für die Einspielung 8 Seasons in der Kategorie Nachwuchskünstler des Jahres mit dem ECHO KLASSIK 2016 ausgezeichnet