Duo Praxedis – “histoires“ für Harfe & Klavier

In der Zeit des kulturellen Umbruchs, der im 18. und 19. Jahrhundert stattfand, etablierten sich viele Instrumentalformen in der europäischen Musikszene. Dazu zählten Transkriptionen, Variationen, Paraphrasen, etc., die von Opernthemen abgeleitet wurden. Das Hauptinstrument war das Klavier, dessen natürliche Eigenschaften zu dieser Zeit erweitert wurden und es damit eine wichtige Rolle bei Konzerten, Aufführungen und – man könnte sagen vor allem – in den Salons der Kunstliebhaber spielt. Andere Instrumente waren jedoch auch von ähnlich wichtiger Bedeutung, insbesondere die Harfe, die neben dem Klavier vor allem im aristokratischen Umfeld Einzug fand.


Miho Fukui & ensemble f – Vivaldi, Concerti für Fagott, Streicher und Basso continuo

Bis zum heutigen Tage gehört Venedig zu den europäischen Städten, die eine außergewöhnliche Anziehungskraft auf Touristen ausübt, und verfolgt man ihre Geschichte zurück, so machte sie besonders vom 15. bis ins 18. Jahrhundert eine Entwicklung durch, die sie in der Tat zu einer Musikmetropole prädestinierte. Doch wofür steht eigentlich der Reiz der venezianischen Musik? Wahrscheinlich für die Frische, Offenherzigkeit und rege Geschäftigkeit der Menschen mit ihrer ungezwungenen und aufgeschlossenen Gemütsart, welche in einer Hafenstadt leben, die sich durch ihre Lage am Mittelmeer früh der Welt öffnete und durch den internationalen Handel erblühte. Zweifellos ist nur Vivaldis Musik in der Lage, uns Gegenwartsmenschen diese Wesenselemente leicht verständlich und in einer schlichten Art und Weise zu vermitteln.

Miho Fukio (Barockfagott) spielt hier die 2. CD ein, zusammen mit Amy Power (Barockoboe) und dem Ensemble F.