Friedrich Schneider – Christus das Kind

Bereits in den 1820er Jahren fasste der Dessauer Hofkapellmeister Friedrich Schneider den Plan zur Komposition einer zusammenhängenden Reihe von vier abendfüllenden Oratorien, die das Leben Jesu zum Gegenstand haben. Zwar hat Schneider seinen ursprünglichen Plan einer Tetralogie nicht realisiert, jedoch sind immerhin drei vollständige Oratorien entstanden, die eine zusammenhängende Trilogie bilden (Christus das Kind, Christus der Meister, Christus der Erlöser). Mit der 2021 veröffentlichten Edition und dieser Erstaufnahme von Christus das Kind ist, über 190 Jahre nach der Uraufführung, ein Grundstein für die Wiederbelebung dieser vergessenen Trilogie gelegt.


Anne-Sophie Bertrand - Transatlantiques

Dieses Projekt erzählt vom europäischen-amerikanischen musikalischen Austausch am Anfang des 20. Jahrhunderts, der goldenen Ära der Transatlantikliner. Durch Konzertreisen und Auswanderungen tourten und emigrierten die gewählten Komponisten über den Atlantik, erlebten fremde Eindrücke und erinnerten sich traditioneller Themen. Sie waren inspiriert von Volksmusik, Poesie bis hin zu Blues. Diese Facetten präsentiere ich in originalen und bearbeiteten Werken für Harfe.

In den atlantischen Überquerungen und den gegenseitigen Beeinflussungen der europäischen und amerikanischen Komponisten, empfand ich meine eigene Familiengeschichte mit wechselnder Migration über den Ozean. Anne-Sophie Bertrand


Myriam Barbaux Cohen - Mel Bonis

Die französische Komponistin Mélanie Bonis (1858-1937) stammt aus einer bescheidenen Familie des Pariser Kleinbürgertums. Über einen etwaigen musikalischen Hintergrund ihrerseits ist nichts bekannt: die Musik bleibt ihre ganz persönliche Leidenschaft.

„Von Ihrer feinfühligen Musik sofort verzaubert, erkannte ich nach und nach, wie abwechslungsreich die Stücke waren, sowohl durch ihre technischen Schwierigkeiten als auch durch den Reichtum der Harmonien und der so tiefsinnigen und manches Mal ergreifenden Melodien. Die immense Freude, diese Musik zu spielen, hat sich in Verantwortung gewandelt: die Verantwortung, ein Juwel zu zeigen und etwas zum Strahlen zu bringen, was selbstverständlich bekannt werden sollte, weil es einfach großartig ist.“ Myriam Barbaux-Cohen


Nordic Light Duo – Fairytales

“Märchenhaft” (schwedisch “sagolikt”) ist ein Konzertprogramm des Nordic Light Duo, inspiriert von der wunderbaren Märchenwelt der beliebten Kinderbuchautorin Elsa Beskow. Mit Hingabe und liebevoll gestaltet, ziehen sich darin Beskows Märchen und Illustrationen wie ein roter Faden durch die musikalischen Genusserlebnisse. Das Programm ist in fünf Abschnitte unterteilt, die jeweils ein Märchen darstellen: Blumenfest in Täppan, Die Geschichte vom neugierigen Barsch, Puttes Abenteuer im Blaubeerwald, Die Reise ins Land Lange her und Das Sonnenei. In jedem Abschnitt taucht man in eine aufregende Geschichte ein, verfeinert durch Elsas Originalillustrationen. Diese Texte und Bilder werden dann von Liedern und Klavierstücken begleitet, die passend zu den Erzählungen ausgewählt wurden. Zwei Illustrationen sind sogar Erstveröffentlichungen und nur in dieser Publikation zu sehen, dank Daniel Beskows familiären Beziehungen zu Elsa Beskow, seiner Urgroßmutter väterlicherseits. Aufgrund dieser Verbindung wurde 2018 die Idee für das Projekt Märchenhaft geboren. Die beiden Musiker wollten damit zur Wiedergeburt von Elsas Fantasiewelt beitragen und eine neue musikalische Märchenserie ins Leben rufen. Sie sind fest davon überzeugt, dass dieser Märchenschatz zum europäischen Kulturerbe gehört und mit seiner Wiederveröffentlichung im musikalischen Gewand haben sie eine Gelegenheit gefunden, um Elsas Werk auf eine originelle Weise zu würdigen und es einem neuen, größeren Publikum näherzubringen. Märchenhaft wurde in Schweden zu einem großen Erfolg und das Duo hat in den letzten Jahren unter diesem Namen über hundert Konzerte gegeben. Der intime Rahmen, die fantasievolle Stimmung und das Zusammenspiel zwischen Literatur, Musik und bildender Kunst bleiben die Hauptmerkmale dieses spannenden Projekts, das wir jetzt auch auf der vorliegenden Tonaufnahme erleben dürfen.